Revision 0.0.1
Sven Kölsch <koelsch@mathematik.uni-siegen.de>
aktuelle Version unter: http://www.stud.uni-siegen.de/sven.koelsch/samba
Dieses Dokument bezieht sich auf Samba 1.9.18p3-1 und dessen Installation unter SuSE Linux 5.2 (Kernel 2.0.33). Die Installation auf einer anderen Linux-Distribution oder gar auf einem anderen UNIX-System weicht von der hier beschriebenen Methode in einigen Punkten marginal ab. Ich bitte, dies zu beachten.
Außerdem erhebt diese Anleitung keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie war anfangs sogar lediglich als Hilfe für mich selbst gedacht und ist deshalb in einigen Punkten auch nicht sonderlich gut erklärt und in die Tiefe geht sie schonmal gar nicht ;-). Aber dafür sind ja auch die Original-Samba-Anleitung und die HowTOs besser geeignet - auf die ich auch im Zweifel verweise...
Sollten Sie Fragen, Verbesserungsvorschläge oder Anregungen bezüglich dieser Anleitung haben, so können sie mir diese am einfachsten per e-mail schicken.
Eine aktuelle Version dieses Dokuments ist immer unter http://www.stud.uni-siegen.de/sven.koelsch/samba abrufbar.
| Sven Kölsch <koelsch@mathematik.uni-siegen.de>, Mai 1998 |
Legen Sie die SuSE Linux 5.2 CD 1 in Ihr CD-ROM Laufwerk. Loggen Sie sich als Benutzer root ein und starten Sie YaST durch Eingabe von yast. Danach wählen Sie den Menüpunkt 'Installation festlegen/starten'. Danach sollte das Installationsmenü erscheinen - hier wählen Sie den Menüpunkt 'Konfiguration ändern/erstellen' aus. Dann sollten Sie in 'Serienauswahl' gelangen. Dort wählen Sie die Serie 'n (Netzwerk-Support (TCP/ IP, UUCP, Mail, News)' aus. Jetzt suchen Sie den Eintrag '[ ] samba Samba - Fileserver für Unix ähnlich LanManager'. Sollte innerhalb der eckigen Klammern schon ein [i] stehen, so ist Samba schon installiert und Sie können die Paketauswahl verlassen und wieder ins YaST Hauptmenü zurückkehren. Ansonsten markieren Sie den Samba-Eintrag und gehen (durch zweimaliges Drücken von F10) wieder ins vorherige Menü, wo Sie den Eintrag 'Installation starten' auswählen. Daraufhin wird das Paket Samba von YaST installiert.
Anschließend können Sie ins YaST-Hauptmenü zurückkehren.
Hier soll beschrieben werden, wie man Samba permanent beim Hochfahren des Netzwerkes startet. Im nachfolgenden Abschnitt wird erklärt, wie man Samba nur bei Bedarf startet.
Starten Sie YaST und wählen Sie im Hauptmenü den Eintrag 'Administration des Systems'. In diesem Untermenü wählen Sie dann den Menüpunkt 'Konfigurationsdatei verändern'. Sie befinden sich nun in einer Maske, wo Sie die Variablen, die in der Datei /etc/rc.config abgelegt sind, komfortabel bearbeiten können. Wahlweise können Sie natürlich auch direkt die Datei /etc/rc.config bearbeiten. Suchen Sie den Eintrag 'START_SMB' und setzen Sie den Wert dieser Variablen auf 'yes'. Anschließend verlassen Sie die Maske mit F10.
Jetzt können Sie YaST beenden und das Netzwerk durch Eingabe von init 1 herunterfahren. Anschließend gehen Sie wieder in Ihren Standardrunlevel; Sie geben also entweder init 2 (Multiuser mit Netzwerk) oder init 3 (Multiuser mit Netzwerk und grafischem Login[XDM]) ein.
Jetzt können Sie überprüfen, ob die Dämonen für Samba gestartet wurden. Geben Sie dazu als Benutzer root den Befehl ps x ein. Sie sollten dann eine Ausgabe nicht unähnlich dieser bekommen (Ausschnitt):
[...]
3741 ? S 0:00 /usr/sbin/lpd
3747 ? S 0:00 sendmail: accepting connections on port 25
3749 ? S 0:00 /usr/sbin/nmbd -D
3751 ? S 0:00 /usr/sbin/smbd -D
3755 ? S 0:00 /opt/kde/bin/kdm
3757 ? S 0:05 /usr/X11R6/bin/X :0 vt07 -quiet -auth /var/lib/xdm/A:0-a0375
[...]
Wichtig sind die beiden kursiv gedruckten Zeilen, die irgendwo auch in Ihrer Ausgabe des Kommandos ps x auftauchen müssten (natürlich mit anderen Prozeß-Ids).
Wahlweise (wenn Ihre Liste sehr viele Elemente enthält) können Sie auch die Ausgabe von ps x nach grep umleiten. Um also herauszufinden, ob der smbd gestartet wurde, geben Sie folgendes ein: ps x | grep smbd - Sie sollten dann in einer Zeile die Prozeß-Id des Dienstes smbd erhalten. Analog können Sie natürlich statt smbd als nmbd als Filter für grep übergeben.
Sollten diese Prozeße nicht in Ihrer Liste auftauchen, überprüfen Sie (bevor Sie in Panik geraten ;-)) folgendes:
Oftmals ist jedoch das permanente Aktivieren der Samba-Dienste nicht erwünscht (sei es aus Speichermangel o.ä.). Dann kann man auf eine sehr schöne Alternative zurückgreifen. Dieses Vorgehen will ich im nächsten Abschnitt beschreiben.
Hierzu ist es unbedingt nötig, daß die Variable START_SMB in der /etc/rc.config auf den Wert no gesetzt ist. Bevor Sie fortfahren, sollten Sie dies überprüfen und ggf. ändern.
In diesem Abschnitt will ich beschreiben, wie Samba durch einen sogenannten Broadcast von einem anderen SMB-Rechner (also z.B. Windows95, NT, anderer Samba-Rechner) gestartet und aktiviert wird. Dies hat gewisse Vorteile gegenüber der im vorherigen Abschnitt behandelten Methode (Speicher!!), hat aber den Nachteil, daß beim ersten Broadcast eines anfragenden Rechners die beiden Dämonen smbd und nmbd erst gestartet werden müssen, was zu einer geringfügigen Verzögerung führt.
Zuerst müssen zwei Zeilen in die Datei /etc/inetd.conf angehängt werden. Meistens sind diese Zeilen aber sowieso schon vorhanden und müssen nur aktiviert werden, d.h. es muß das #-Zeichen vor der Zeile entfernt werden.
Editieren Sie also Ihre /etc/inetd.conf mit einem beliebigen Editor und suchen Sie zunächst einmal nach den folgenden Einträgen (die bei SuSE Linux normalerweise vorhanden sind):
# These are to start Samba, an smb server that can export filesystems
to
# Pathworks, Lanmanager for DOS, Windows for Workgroups, Windows95,
Lanmanager
# for Windows, Lanmanager for OS/2, Windows NT, etc. Lanmanager
for dos is
# available via ftp from ftp.microsoft.com in bussys/MSclient/dos/. Please
read
# the licensing stuff before downloading. Use the TCP/IP option
in the client.
# Add your server to the `
etc`
lmhosts (or
equivalent) file on the client.
#
# IMPORTANT: In S.u.S.E. Linux 5.0 samba is started by the init
skript
# /sbin/init.d/smb. Th following entries should stay
disabled
#
# netbios-ssn stream tcp nowait root /usr/sbin/smbd
smbd -l
/var/log/ samba -s /etc/smb.conf
# netbios-ns dgram udp wait root /usr/sbin/nmbd
nmbd
Wichtig sind wieder nur die beiden kursivgedruckten Zeilen. Bei diesen Zeilen entfernen Sie bitte das jeweils das #-Zeichen und speichern die Datei ab.
Sollte Sie diese Zeilen in Ihrer /etc/inetd.conf nicht finden, so hängen Sie einfach die folgenden Zeilen an und speichern die Datei ab:
netbios-ssn stream tcp nowait
root /usr/sbin/smbd smbd -l
/var/log/log.smb -s /etc/smb.conf
netbios-ns dgram udp wait root /usr/sbin/nmbd
nmbd
Anschließend müssen Sie noch den inetd neu starten, um die Änderungen wirksam werden zu lassen. Dies erreichen Sie entweder durch runter- und anschließendes wiederhochfahren des kompletten Netzes (init 1 und init 2 bzw. init 3) oder ab auf die ``elegante'' Art durch ein HUP-Signal an den Prozeß inetd.
Gehen Sie dazu wie folgt vor:
Geben Sie auf einem über das Netz angeschlossenen Windows Rechner (auf dem natürlich TCP/IP installiert sein muß) folgendes Kommando in der DOS-Box ein:
net use `
`
name_des_linux_rechners
Anschließend schauen Sie sich auf Ihrem Linuxrechner wieder mit ps x | grep smbd und ps x | grep nmbd an, ob die Sambadienste gestartet wurden. Wenn ja, ist alles in Ordnung und Sie können mit dem nächsten Abschnitt fortfahren, wenn nicht, sollten Sie zunächst folgendes überprüfen:
Für einen sinnvollen Betrieb von Samba, müssen Sie natürlich noch entscheiden, welche Resourcen (wir nennen sie im Weiteren Shares) des Linuxrechners im Netz freigegeben werden sollen. Beachten Sie, daß Sie natürlich auch via NFS gemountete Verzeichnisse des Linux-Rechners via Samba freigeben können. Sie können somit sehr komfortabel auf Resourcen anderer Unix-Rechner (auf denen Samba nicht installiert ist) zugreifen.
Alles, was zur Konfiguration von Samba beiträgt können Sie in die Datei /etc/smb.conf eintragen. Die Datei hat ein ähnliches Format, wie die INI-Dateien von Windows, d.h. sie ist in durch eckige Klammern gekennzeichnete Rubriken unterteilt, die ich der Reihe nach beschreiben will (soweit Sie für den alltäglichen Gebrauch von Samba von Bedarf sind):
In dieser Rubrik nehmen Sie allgemeine Einstellungen vor, die für den Betrieb von Samba unerläßlich sind. Sie sollten diese Rubrik unbedingt an die in Ihrem Netz gegebenen Vorgaben anpassen.
[global]
workgroup = arbeitsgruppe
guest account = nobody
keep alive = 30
os level = 2
security = share
printing = bsd
printcap name = /etc/printcap
load printers = yes
interfaces = 192.168.1.15/255.255.255.0
wins support = no
Mit workgroup legen Sie die Arbeitsgruppe fest, unter der der Linuxrechner sichtbar sein soll. Standardmäßig ist die Arbeitsgruppe unter Windows als 'ARBEITSGRUPPE' geführt, sie sollten diesen Namen Ihrem Netzwerk anpassen.
Mit guest account = nobody legen Sie fest, unter welchem Account die Anwender geführt werden sollen, die sich nicht im Netz angemeldet bzw. eingeloggt haben. Tragen Sie Sorge dafür, daß dieser Account auch auf Ihrem System existiert. Die Rechte dieses Anwenders bestimmen Sie durch Festlegung der Rechte für den guest account. Überlegen Sie sich genau, welche Rechte Sie diesem Benutzer geben, denn diese gelten dann für alles ``Shares'', die öffentlich zugänglich sind, d.h. mit dem Parameter public=yes definiert wurden. Beachten Sie, daß der guest account unbedingt definiert sein muß, da der Rechner sonst nicht in der Netzwerkumgebung von Windows95 erscheint.
keep alive = 30 gibt die Zeitspanne in Sekunden an (hier: 30 Sekunden), nach der der Sambaserver nachschaut, ob der Client noch ``lebt'' (Windows stürzt ja bisweilen recht häufig ab, daher macht diese Option Sinn ;-)).
Die Option os level = 2 legt fest, daß Samba für Windows for Workgroups und Windows95-Rechner Browsingdienste anbietet. Wird ein Windows-NT Rechner ins Netz genommen, so übernimmt dieser das Anbieten der Browserdienste. Die Option os level ist sehr mächtig - eine detailierte Beschreibung liefert das Kommando man smb.conf .
Standardmäßig ist Samba auf den Securitylevel 'share' eingestellt. Mit der Option security können Sie zwischen folgenden Einstellungen wählen:
Mit der Option printing = bsd wird festgelegt, wie die Druckerstatusinformationen gehandhabt werden. Für Linuxsysteme sollte diese Option auf bsd belassen werden.
Mit der Option printcap name = /etc/printcap wird festgelegt, welche Datei die Einträge über die angeschlossenen Drucker enthält. Dies sollte so belassen werden, es sei denn, daß Sie auf Ihrem System eine andere Datei angelegt haben, die die Informationen bereithält.
Die Option load printers = yes besagt nur, daß von Samba Druckdienste bereitgestellt werden sollen.
Mit dem Eintrag interfaces = 192.168.1.15/255.255.255.0 erreichen Sie, daß Broadcasts des Sambadämons (also auch die oben besprochenen keepalive-Pakete) nur über das angegebene Netzwerk transferiert werden. Sie sollten diesen Wert unbedingt auf die IP-Adresse Ihrer Netzwerkkarte legen. Dadurch verhindern Sie, daß Samba über alle möglichen Netzwerke broadcasts sendet und somit z.B. im schlimmsten Fall jedesmal eine Dialup-Verbindung zu Ihrem Internetprovider herstellt und somit Ihre Telefonrechnung in astronomische Höhen treibt ;-).
Durch die Option wins support = no legen Sie fest, ob Samba als WINS-Server fungieren soll. Normalerweise ist dies nicht nötig. Sollten Sie diese Funktion benötigen, so setzen Sie diese Variable einfach auf yes. Wenn Samba nur auf einen schon vorhandenen WINS-Server zugreifen soll (normalerweise ein NT-Server), so geben Sie dessen IP-Adresse nach der Option wins server = ein, also z.B. wenn Ihr WINS-Server die IP 192.168.1.1 hat, so fügen Sie folgenden Befehl der [global]-Rubrik hinzu: wins server = 192.168.1.1 .
Sie können natürlich noch wesentlich mehr Dinge in der [global]-Rubrik definieren - es sei dafür auf die manpage von smb.conf hingewiesen, die Sie durch Eingabe des Kommandos man smb.conf erhalten.
Die [homes]-Rubrik ist eine spezielle Art von Share. Würde es sie nicht geben, so müssten Sie das Homeverzeichnis jedes einzelnen Benutzers manuell freigeben, da dies bei größeren Netzen sehr aufwendig sein kann, hat man diese Vereinfachung eingeführt. Prinzipiell verhält sich diese Rubrik aber wie jede andere ``Freigaberubrik''.
Eine typische [homes]-Rubrik sieht folgendermaßen aus:
[homes]
comment = Heimatverzeichnis
browseable = no
read only = no
create mode = 0750
Die Option comment = Heimatverzeichnis definiert den Kommentar, der bei Windows95 beispielsweise in der Netzwerkumgebung angezeigt wird - er kann beliebig gewählt werden und hat keinen Einfluß auf den Namen des freigegebenen Share, der in diesem speziellen Fall immer den Namen des jeweiligen User hat.
Mit der Option browseable = no verhindern Sie, daß der Sharename homes in der Netzwerkumgebung der Windows-Clients erscheint, dadurch wird verhindert, daß Benutzer in den Homeverzeichnissen anderer Benutzer ``herumstöbern'' können.
Die Option read only = no bewirkt lediglich, daß die Benutzer das Recht haben, in ihre eigenen Homeverzeichnisse zu schreiben. Ergänzend zu dieser Option wird mit create mode = 0750 festgelegt, nach welcher Bitmaske die Dateien angelegt werden sollen (Windows ist ja das Dateizugriffssystem von UNIX unbekannt).
Wie gesagt, war die Freigabe des Shares 'homes' ein Sonderfall.
Prinzipiell kann man sagen, daß jedes freigegebene Share auf folgende Weise in der /etc/smb.conf definiert werden muß:
[Name_des_Shares]
comment = Beschreibung des Shares
path = /pfad/welcher/freigegeben/werden/soll
optionen
.......
.......
Da ich nicht auf jede einzelne mögliche Option eingehen will, werde ich im Folgenden einige Freigabe-Beispiele anführen, die sich im täglichen Gebrauch als sinnvoll erwiesen haben, so z.B. die Freigabe von CD-ROM Laufwerken, von DOS-Platten usw..
Falls der Linuxserver über ein gutes SCSI-System verfügt, ist es u.U. lohnend, ihn mit mehreren CD-ROM Laufwerken auszustatten und diese via Samba den anderen Rechnern zugänglich zu machen.
Um ein CD-ROM Laufwerk, welches unter /cdrom gemountet ist freizugeben, fügen Sie folgende Zeilen der /etc/smb.conf hinzu:
[cdrom]
comment = Linux CD-ROM
path = /cdrom
read only = yes
locking = no
Was haben wir also mit dieser Freigabedirektive gemacht?
Wir haben zuerst der Share den Namen cdrom gegeben ([cdrom]), d.h. unser Linux CD-ROM Laufwerk wird auf den Windows-Rechnern als eine Freigaberesource mit Namen cdrom erscheinen. Wenn man seine Netzwerkumgebung respektive den Explorer auf ``Lange Ansicht'' eingestellt hat, wird man dort zusätzlich noch die Beschreibung 'Linux CD-ROM' lesen können, die wir unter comment definiert haben. Auf unserem Linuxrechner ist das CD-ROM Laufwerk in das Verzeichnis /cdrom gemountet, dies haben wir mit der Option path = /cdrom eingestellt. Da CD-ROMs ja nicht beschreibbar sind, wurde die read only-Option auf yes gesetzt. Jetzt folgt noch der locking-Parameter. Dieser darf nur bei CD-ROM Laufwerken auf no gesetzt werden - setzen Sie ihn auf keinen Fall bei freigegebenen Resourcen auf Festplatten auf no, da es ansonsten zu Datenverlusten kommen kann.
Es ist noch zu erwähnen, daß man auf den Windowsrechnern auch nur dann auf das CD Laufwerk zugreifen kann, wenn dies auf dem Linuxrechner ordnungsgemäß gemountet wurde.
Wir gehen in diesem Beispiel einmal davon aus, daß Sie die DOS-Platte, die Sie zur Verfügung stellen wollen, unter /dosc gemountet haben.
Fügen Sie folgende Zeilen in Ihre /etc/smb.conf ein, um diese Platte allen Benutzern (public = yes) zur Verfügung zu stellen.
[linux_c]
comment = Linux_C_Platte
path = /dosc
read only = no
browseable = yes
public = yes
Was bewirken nun die einzelnen Zeilen?
Kommen wir nun zu der speziellen Rubrik [printers]. Ein typischer Eintrag in diese Rubrik sieht folgendermaßen aus:
[printers]
comment = All Printers
browseable = no
printable = yes
public = no
read only = yes
create mode = 0700
directory = /tmp
Ich werde jetzt nur noch die von den in den vorhergehenden Abschnitten schon besprochenen abweichenden Optionen besprechen, wenn also etwas unklar ist, so sollten Sie nocheinmal in den vorhergehenden Abschnitten nachlesen.
Damit Samba unsere freigebene Share mit Namen [printers] auch als eine Druckerfreigabe akzeptiert, muß mit der Option printable = yes gearbeitet werden. Ansonsten ist nur noch die Freigabe des temporären Directories /tmp abweichend von dem schon vorher beschriebenen Verfahren, sie sollten also dafür Sorge tragen, daß die Benutzer, die Drucken dürfen, auch Schreibrechte in Ihr /tmp-Verzeichnis haben - aber keine Bange, normalerweise haben alle Benutzer Schreibrechte auf das temporäre Verzeichnis.
Denken Sie auch daran, Ihre an den Linux-PC angeschlossenen Drucker mittels apsfilter (einfacher geht's natürlich auch hier wieder mit YaST) zu konfigurieren (es sei denn, Sie haben sowieso einen Postscript Drucker).
Hier nun eine funktionsfähige /etc/smb.conf, die als Beispiel dienen soll.
[global]
workgroup = Arbeitsgruppe
guest account = nobody
keep alive = 30
os level = 2
security = share
printing = bsd
printcap name = /etc/printcap
load printers = yes
; Please uncomment the following entry and replace the
; ip number and netmask with the correct numbers for
; your ethernet interface.
interfaces = 192.168.1.15/255.255.255.0
; If you want Samba to act as a wins server, please set
; 'wins support = yes'
wins support = no
; If you want Samba to use an existing wins server,
; please uncomment the following line and replace
; the dummy with the wins server's ip number.
; wins server = 192.168.1.1
[homes]
comment = Heimatverzeichnis
browseable = no
read only = no
create mode = 0750
; The following share gives all users access to the Server's
CD drive,
; assuming it is mounted under /cdrom.
[linux_cdrom]
comment = Linux CD-ROM
path = /cdrom
read only = yes
locking = no
[linux_c]
comment = C-Platte
path = /dosc
read only = no
browseable = yes
public = yes
[printers]
comment = All Printers
browseable = no
printable = yes
public = no
read only = yes
create mode = 0700
directory = /tmp
Standardmäßig wird eine DOS-Platte mit dem Filesystem vfat durch einen Eintrag ähnlich dem Folgenden in der /etc/fstab gemountet:
/dev/sda1 /dosc vfat defaults 0 0
Dies ist auch die sicherste Einstellung. Dadurch hat kein Benutzer (außer root) daß Recht, auf dieses Laufwerk zu schreiben, auch darf dieses Laufwerk nicht durch einen ``normalen'' Benutzer gemountet bzw. ungemountet werden.
Soll jetzt jedoch auf dieses Laufwerk (oder auch auf Teile davon, d.h. z.B. das Unterverzeichnis /dosc/docus) via Samba zugegriffen werden und soll zusätzlich noch ein normaler Sambabenutzer Schreibrechte darauf haben, so muß es von vorneherein anders gemountet werden.
Um ein Laufwerk also durch normale Benutzer beschreibbar zu machen, ändern Sie den Eintrag für das jeweilige Laufwerk in der /etc/fstab folgendermaßen ab:
/dev/sda1 /dosc vfat umask=000 0 0
Beachten Sie jedoch, daß dieses Vorgehen sehr unsicher ist, da ja somit auch jedem Benutzer gestattet ist, Ihre so freigegebenen Daten zu löschen.
Sollte alles bei Ihnen geklappt haben und der Linuxserver in der Netzwerkumgebung von Windows95 erscheinen, so brauchen Sie eigentlich gar nicht weiterzulesen, denn in diesem Abschnitt geht's nur darum, andere Methoden als die Netzwerkumgebung aufzuzeigen, um einen Rechner im Netz anzusprechen.
Prinzipiell müssen Sie erst einmal sicherstellen, daß Sie den Linuxrechner auch via TCP/IP erreichen können. Wechseln Sie dazu in die MS-DOS Eingabeaufforderung und geben Sie das Kommando ping rechnername ein. Der Rechnername sollte der Name Ihres Linuxservers sein, der dazu natürlich in der Datei hosts (im Windows-Verzeichnis, bzw. bei NT im Verzeichnis /winnt/system32/drivers/ etc/hosts) aufgeführt sein muß. Funktioniert schon das Ping nicht, ist es an der Zeit einmal die Netzwerkkonfiguration zu testen. Bei mir hat es schon oft geholfen, einfach den kompletten TCP / IP-Treiberstapel aus der Systemsteuerung/Eigenschaften des Netzwerks zu schmeißen und neu zu installieren - ich habe leider die Erfahrung gemacht, daß Windows nicht sehr pfleglich mit seinen installierten Treibern umgeht und desöfteren schonmal den ein oder anderen zerschießt. ;-(
Ansonsten kann man auch nach dem Linuxserver suchen lassen. Dazu öffnet man das ``Start''-Menü und klickt auf ``Suchen'' - anschließend wählt man den Menüpunkt ``Computer''. Dort gibt man den Namen des Linuxrechners ein, es sollte nach einiger Zeit dieser Rechner in der Liste erscheinen.
Wenn auch dieses nichts hilft, sollte man die MS-DOS Eingabeaufforderung starten
und dort den Befehl net view `
`
rechnername
eingeben. Es sollte dann eine Liste mit allen freigegebenen Resourcen erscheinen.
Falls Sie Windows NT 4 einsetzen und dort das Service Pack 3 (oder höher) installiert
haben, so ist es nicht möglich mit NT auf den Sambaserver zuzugreifen. Seit
dem Service Pack 3 sendet NT nur noch verschlüsselte Kennwörter über das Netz
- Samba kommt damit ohne Rekompilieren nicht klar. Wenn Sie sich aber das Rekompilieren
ersparen wollen, so können Sie NT durch einen kleinen Eingriff in der Registry
dazu bewegen, Passwörter doch wieder unverschlüsselt zu senden. Legen Sie dazu
unter HKEY_LOCAL_MACHINE`
System`
CurrentControlSet`
Services`
Rdr`
Parameters
einen neuen DWORD-Eintrag mit Namen EnablePlaneTextPassword
an und weisen Sie diesem den Wert 1 zu. Nach einem NT-Neustart
können Sie sich nun mit dem Linuxserver verbinden.
Um nun auch unter Linux von Windows-Rechnern (oder auch anderen Samba-Rechnern) freigegebene Resourcen verwenden zu können, gibt es zwei sehr mächtige Befehle, die zu ``Lieferumfang'' von Samba gehören - smbclient und smbmount.
Um nun mit smbclient eine Verbindung zu einem anderen SMB-Rechner (SMB=Server Message Block -> das Protokoll von Samba und Windows) herzustellen, ist es zunächst einmal interessant, welche Resourcen der jeweilige Rechner anbietet. Geben Sie dazu folgendes ein: smbclient -L Rechnername wobei Sie als Rechnername natürlich wieder den Namen des Windows/Samba-Rechners angeben, der Ihnen Resourcen zur Verfügung stellen soll.
Wenn Sie nun auf eine bestimmte Resource zugreifen wollen, so können Sie den smbclient folgendermaßen starten, er verhält sich dann ähnlich einem ftp-Client für die Kommandozeilenebene - wie Sie wesentlich komfortabler auf Netzresourcen zugreifen können, wird im nächsten Abschnitt behandelt:
smbclient `
`
`
`
Rechnername`
`
Name_der_Resource
Sie werden nach erfolgter Verbindung noch nach einem Passwort gefragt und danach haben Sie Zugriff auf die Resource.
Wenn es Ihnen gelungen ist, mit dem zuvor beschriebenen Dienstprogramm smbclient eine Verbindung zu einer freigegebenen Resource auf einem anderen SMB-Rechner herzustellen, dann können Sie diese Resource auch an Ihr lokales Filesystem anbinden. Dies geschieht mit dem Kommando smbmount - Beachten Sie jedoch: Sie müssen die Unterstützung für das SMB-Filesystem ('SMB Filesystem support') in den Kernel eingebunden haben oder als nachladbares Modul konfiguriert haben. Erstellen Sie im Zweifel einen neuen Kernel, wo Sie dies explizit mit einbinden.
Der Syntax von smbmount weicht ein wenig vom Syntax des Programms smbclient ab - er orientiert sich mehr am Syntax des UNIX-Befehls mount .
smbmount /Rechnername/Name_der_Resource MountPoint
um also z.B. die Freigaberesource DriveC auf dem Rechner Billy in Ihr lokales Filesystem ins Verzeichnis /mnt zu integrieren, müssen Sie folgenden Befehl eingeben:
smbmount /Billy/DriveC /mnt
Samba
Installation und Konfiguration unter SuSE Linux
oder: Linux als Windows(NT) Server
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The command line arguments were:
latex2html -up_url index.html -up_title Samba -split 0 -address koelsch@mathematik.uni-siegen.de -html_version 3.0 -font_size 12pt -ascii_mode samba-desc.tex.
The translation was initiated by Sven Koelsch on Mon May 18 16:48:01 MEST 1998